Deutschlands auswandernde Elite


Was geht gerade durch die Presse? Die deutsche Elite, jung und dynamisch zeigt sich immer mehr von deren flexiblen Seite und kehrt der Heimat den Rücken.

Hauptgrund dafür, so ist ein Ergebnis der Umfrage, sind die deutlich höheren Verdienstmöglichkeiten. Hauptsächlich Fach- und Führungkräfte suchen ihren Erfolg in der Ferne.

Da lässt sich jetzt diskutieren, wie sich diese Folge der Globalisierung auf den einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.
Ist die gesteigerte Lebensqualität eines Individuums – ausgegangen davon, dass das Positive am Auswandern das Negative übersteigt* – vertetbar, wenn dadurch die deutsche Gesellschaft bzw. Wirtschaft einen Nachteil daraus sieht?

Individuell betrachtet wohl sicher. Denn sind wir nicht alle mehr oder weniger egoistisch?! Würde ich einen Job im Ausland ablehnen, für den ich in Deutschland weniger Gehalt bekomme? Nur damit Deutschland keinen Nachteil daraus hat? Ich bin mir sicher, dass würde ich nicht.** Genauso wie wie viele andere.
Aus politischer Sicht stellt diese Tatsache aber sicher ein großes Problem dar und unsere Volksvertreter sind letztendlich auch verantwortlich dafür. Wie sich diese Entwicklung auf die Gesellschaft auswirkt, werden wir erst noch sehen…

* Wird aber wohl so sein. Warum sollten sonst Besserverdiener ins Ausland gehen, wenn es mehr negative Gesichtspunkte gibt.

** Natürlich spielen beim Auswandern auch andere Gesichtspunkte eine Rolle und nicht alleine das Geld. Wollen wir nicht alle auch etwa erleben? Ein Auslandsaufenthalt ist wohl sicher ein Erlebnis. Ich gehe auch nicht davon aus, dass man diese Fluktuation in Deutschland als Auswandern bezeichnen kann, sondern wie schon geschrieben als Auslandsaufenthalt. Man geht dort ja schließlich zum Arbeiten hin. Okay, die Leute aus den Auswanderungs-Doku-Soaps nicht, aber das sind ja zum Großteil auch keine Fach- und Führungskräfte.

Tags: none





Kommentar verfassen

Kommentare

Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!