Chaos, Ärger und Verzweiflung


Vorgestern morgen habe ich ja geschrieben, dass ich mich jetzt mal auf gut Glück auf den Weg zum Bahnhof machen werde. Gott sei Dank bin ich schon eine Stunde früher losgegangen, als geplant. Meine Aufgabe an dem Tag war es nämlich pünktlich um 15.30 in Frankfurt am Main zu sein.
Als ich um 9.15 am Bahnhof in Erlangen ankam durfte ich am Bahnsteig erst einmal “Wegen Witterung gesperrt” lesen. Na toll, gehe ich eben mal in die Halle und schau ob man dort Informationen bekommt. Denkste, kein einziger Bahnmitarbeiter dort, dafür aber eine riesen Schlange an den Schaltern im Reisezentrum. So habe ich mich dann spontan entschlossen mit dem Bus nach Nürnberg zu fahren und dort weiter mit der Straßenbahn zum Bahnhof. Das hat zwar fast eine Stunde gebraucht, aber das war sicherlich die weisere Entscheidung, als in Erlangen zu warten.

So war ich dann kurz nach zehn Uhr im Nürnberger Hauptbahnhof angekommen. Dort herrschte geregeltes Chaos. An der Anzeigetafel stand kein Zug, sondern nur “Ansage beachten”, das Servicepersonal war umringt von Menschen und die Fernsehteams verschiedener Sender wuselten durch die Menge. Da mir das wirklich nette Servicepersonal keine Antwort geben konnte, wann den ein Zug nach Frankfurt fährt, blieb mir nichts anderes übrig, als mir einen kostenlosen Kaffee zu holen und zu warten.

Nach geschlagenen 2 1/2 Stunden kam dann die langersehnte Durchsage, dass auf Gleis 7 ein Zug bereit steht. Das war zwar nicht wie gebucht ein ICE sondern ein IC, aber das war mir dann auch egal, weil ich froh war endlich weiter zu kommen. So gegen 14.00 erreichte ich dann auch Frankfurt und hatte noch genug Zeit um mit S- und U-Bahn zum Ziel zu kommen.

Um 16.15 machte ich mich dann wieder auf den Weg nach Hause. Am Hauptbahnhof angekommen musste ich leider feststellen, dass ein riesen Chaos herrscht. Hunderte von Menschen standen in der Halle und starrten auf die Anzeigetafeln, telefonierten oder suchten um Rat bei dem Servicepersonal. Ziemlich blöd war nur, dass es nur zwei Bahnmitarbeiter gab, die genauso wenig wussten wie ich und alle anderen. So blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Nachdem ich zwei Stunden in Folge lesen musste, dass mein Zug heute ausfällt fuhr schließlich doch noch ein Zug nach Nürnberg. War ich froh, nach fast 3 Stunden wieder auf den Weg nach Hause zu sein.

In Nürnberg war die Situation zwar auch noch nicht besser, aber diesmal musste ich nur 45 Minuten warten.

Insgesamt, war ich also 14 Stunden unterwegs, um einen Termin wahrzunehmen, der gerade einmal 30 Minuten dauerte. Aber was nimmt man nicht alles auf sich um die Möglichkeit für ein Praktikum in einer großen Bank zu bekommen …

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Liebe Grüße an den Club-Trainer…

Das war doch mal ein grandiöser Auftakt in die zweite Saisonhelfte für den 1. FC Nürnberg. Ich bin zwar eigentlich nicht sonderlich begeistert von Fußball, aber darüber freue ich mich schon.
Aber eigentlich wollte ich was ander…